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Dank Niemz und toller Moral weiterhin unbesiegt

Der VfE Ulm/Neu-Ulm blieb auch nach der siebten Partie ungeschlagen. Im Spitzenspiel der Eishockey-Landesliga gegen den ESV Buchloe setzen sich die Ulmer vor der Saisonrekordkulisse von 738 zahlenden Zuschauern mit 3:2 (0:1/2:1/1:0) durch. Dabei konnten sich die Devils bei ihrem Torhüter Martin Niemz bedanken, der sie mit zahlreichen Paraden gegen starke Gäste im Spiel hielt. Die Hausherren mussten zunächst einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen und konnten froh sein nicht noch höher ins Hintertreffen zu geraten. Drei Mal liefen die Pirates alleine auf das Gehäuse der Donaustädter zu und jedes Mal war Niemz der Sieger. Die Ulmer verzeichneten in Person von Peter Brückner zwar die erste Torchance (3.) aber nach seiner anschließenden Verletzung - er musste nach einem Stockschlag ins Gesicht mit einer blutenden Wunde vom Eis und das Spiel war aufgrund der zu beseitigenden Tropfen auf dem Eis für 10 Minuten unterbrochen - war es schon wieder vorbei. In der Folge dominierten nur die Buchloer und sie gingen nach einem Treffer in Überzahl - Niemz war die Sicht versperrt - in Führung (13.). Die Hausherren produzierten vor allem im Aufbauspiel einen Fehlpass nach dem anderen und luden so die Pirates immer wieder zum Kontern ein. Spielerisch war dies ganz schwach und mit dem 0:1-Drittelstand waren sie noch gut bedient. Passend zu dem Spiel kassierten sie den zweiten Treffer in Überzahl nach einem Konter der Gäste (25.). Die Körpersprache der Hausherren verriet zu diesem Zeitpunkt nichts Gutes aber die Pirates machten den Sack nicht zu. So konnte plötzlich Jakob Schwarzfischer nach einem Schlagschuss von Patrick Meißner den Abpraller zum 1:2 Anschlusstreffer im Tor unterbringen (32.). Jetzt war die Kulisse wieder da und die Ulmer allmählich am Drücker. Brückner, der relativ schnell nach seiner Verletzung wieder mitwirkte, schaffte in Überzahl den vielumjubelten Ausgleich (40.). Im letzten Drittel machten die Ulmer weiterhin Druck und gingen nach 49 Minuten erstmals in Führung. Der von der Strafbank kommende Felix Anwander leitete den Konter ein und legte vor dem Tor mustergültig quer auf Dominik Synek, der den 3:2-Endstand erzielte. Die Hausherren verpassten es aber in der Folge die Führung auszubauen. So wurde in einer eineinhalb minütigen Überzahl mit zwei Mann mehr kein Treffer erzielt (54.) und Marius Dörner traf direkt vor dem Tor den Puck nicht (56.). Die Gäste nahmen zwar knapp zwei Minuten vor dem Ende den Torhüter für einen weiteren Feldspieler vom Eis aber die Defensive der Devils stand sicher und lies nichts mehr zu. Dank einer guten Moral kippten die Ulmer die Partie und sicherten sich den vom Spielverlauf schmeichelhaften Sieg. Ulms Trainer Robert Linke war nach der Partie bedient: „Wir haben einfach zu vieler Fehler gemacht. Wenn du 30 Minuten nicht deinen Job machst, dann kommt so was dabei heraus. Zum Glück hatten wir einen guten Torhüter, der uns das Spiel gewonnen hat“.

 

SAYLE - NUZ